Unsere Welt 2050
Details zum Produkt
Ein Verlag macht Schule – Schüler machen ein Buch
Es ist (beinahe) geschafft
Die Schüler der Walther-Groz-Schule Albstadt haben in Zusammenarbeit mit dem
C. M. Brendle Verlag ein Buch gemacht. Der Titel: Unsere Welt 2050
Am Freitag den 9. 7. 2010 um 14.00 Uhr haben sie das Ergebnis in den Räumen der Walther-Groz-Schule Ebingen einem interessierten Publikum – Lehrern, Autoren, Eltern, Freunden, zum Teil von weither angereisten Gästen präsentiert.
Die Schüler haben die Aufgabe bravourös gemeistert. In Dreier- bzw. Zweiergruppen haben sie jeden einzelnen Arbeitsschritt, begleitet von einer Powerpoint-Präsentation, anschaulich dargestellt. Locker dazwischen gestreut wurden Textauszüge aus dem Buch gelesen.
Der Beginn
Die Schüler haben einen Flyer entworfen und ihn über das Land verteilt. Schulen wurden angeschrieben, in Blogs wurde dafür geworben, auf Autorenhomepages …
Und dann gingen sie ein, die Texte, von jungen und älteren Leuten, in unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen. Sie hatten einen visionären Blick in die Zukunft gewagt. Auch Politiker haben reagiert, nicht viele, aber über diese haben sich die Schüler dann besonders gefreut, sind sie doch die Architekten unserer Zukunft.
Die Texte
Dann begann wohl der aufwendigste, aber für die meisten schönste Teil. Die Texte wurden gelesen und bewertet nach den folgenden Kriterien:
1. Wie gut war das Thema „Unsere Welt 2050“ getroffen?
2. Wie gut war die Idee der Geschichte?
3. Wie war der Spannungsbogen?
4. Wie war die Sprache?
5. Und der Stil – wie sehr spiegelte die Sprache das Genre und den Inhalt wieder?
In jedem Bereich konnten 1 – 5 Punkte vergeben werden. Je mehr Punkte, desto besser.
So ergab sich eine Hitliste.
Der Inhalt
Bevor die endgültige Entscheidung fiel, welche Titel ins Buch aufgenommen werden sollten, gab es angeregte Debatten. Dann stand die Entscheidung an, in welcher Reihenfolge sollten die ausgewählten Titel im Buch stehen? Das ist den jungen Verlagsmitarbeitern schwerer gefallen als sie geglaubt hätten. Mehr Abwechslung, oder Themen zusammenpassend, eine versöhnliche hoffnungsvolle Geschichte, oder etwas was einem Nachdenklich macht? Es gab dann eine gute Entscheidung, mit der alle einverstanden waren.
Gestaltung – Cover und Buchblock
Ein weiterer spannender Teil war dann – wie sollte das Buch aussehen, und der Buchblock. Die Schrift sollte auf jeden Fall Serifen haben (das sind die kleinen Füßchen unten an den Buchstaben) Es wurde festgestellt dass diese besonders günstig für das Auge sind.
Bei diesen Aufgaben hat uns „Die gute Aussicht“ Kommunikations-GmbH Albstadt-Ebingen, tatkräftig unterstützt und geholfen, uns aus den vielen Ideen und Vorschlägen, letztendlich für ein eher schlichtes aber edles Cover zu entscheiden. Auch an der Gestaltung des Buchblocks haben sie mitgewirkt.
Der Druck
es wurden Angebote eingeholt, da war das Erstaunen groß. Die Preisunterschiede sind riesig, zwischen den zwei möglichen Druckverfahren aber auch von Druckerei zu Druckerei. Dabei sollte auch die Umwelt- und Klimafreundlichkeit bei der Herstellung in die Entscheidung mit einbezogen werden. Durch die Gestaltung hat man auch Einfluss darauf, wie viele Seiten das Buch zuletzt haben wird. Diese Fragen konnten vor Präsentation am vergangenen Freitag nicht abschließend geklärt werden, sodass wir uns für einen Vorabdruck einiger Exemplare in Digitaldruck
entschieden haben, um den Offsetdruck
dann in Ruhe sorgfältig vorzubereiten.
Druckkosten
Der Hauptunterschied der zwei Druckverfahren besteht darin, dass beim Digitaldruck keine Kosten für die Einrichtung entstehen, so ist der Stückpreis für ein Buch immer gleich, unabhängig von der Stückzahl die gedruckt wird.
Beim Offsetdruck entstehen Einrichtungskosten. Da sich diese Kosten auf die zu druckenden Bücher verteilt, verringert sich der Stückpreis bei höheren Auflagen drastisch.
Da sich der Erfolg eines Buches, wie schnell und in welchen Stückzahlen es verkauft wird, selten absehen lässt, birgt diese Entscheidung die größten Risiken für einen Verleger. Besonders für kleine Verlage, die oft noch unbekannten Autoren eine Chance bieten. (Die großen Verlage übernehmen diese Aufgabe deswegen nicht mehr gern. Die kleinen Verlage übernehmen hier eine wichtige Funktion. Sie sind noch bereit Stapel von Manuskripten zu lesen und so immer wieder Talente zu entdecken.
Wie kommt ein Buch in den Handel
Zuerst wird ein Buch durch den Verleger im Verzeichnis lieferbarer Bücher eingetragen. Das geht seit einigen Jahren online. Es wird der Name des Buches, der Titel, der Name des Verlages, des Autors, aber auch Gewicht, Seitenzahl, Preis, ob ein Buch Bilder enthält und natürlich auch um welches Genre es sich handelt, eingetragen.
Und was bedeutet die ISBN?
Das Buch „Unsere Welt 2050“ wird in Zukunft die ISBN Nummer 978-3-9812497-5-0 tragen.
Aber, was steckt hinter dieser geheimnisvollen Zahl.
Die ersten drei Zahlen sagen aus, dass es sich bei diesem Produkt um ein Buch handelt.
Die „3“ besagt, dass es sich bei dem Verlag um einen deutschsprachigen Verlag handelt.
Die Zahl 9812497 ist die Zahl des C. M. Brendle Verlag. Alle Bücher des C. M. Brendle Verlag tragen in der Mitte diese Zahl (ausgenommen sind die ersten Bücher, damals bestand die ISBN Nummer nur aus 10 Ziffern und der Nummernkreis war noch anders).
Die zweitletzte Zahl besagt aus das Wievielte Buch in der ISBN Serie das Buch ist. (Eine ISBN Nummern-Serie enthält immer 10 Nummern.
Die letzte Zahl ist eine Prüfnummer die sich aus den vorherigen Zahlen ergibt.
Ein Verlag ist also die Heimat eines Buches
und eindeutig identifizierbar. Das ist nicht ganz unwichtig – denn es gibt solche und solche Verlage.
Es gibt die Verlage, zu denen ich mich zähle, die das volle verlegerische Risiko tragen. Wenn ich also ein Talent entdeckt habe und dessen Buch veröffentliche, dann stehe ich dahinter. Das Manuskript erhält ein sorgfältiges Lektorat. Ich kümmere mich um ein ansprechendes Cover. Die ganze Zeit stehe ich in engem Kontakt mit dem Autor.
Und es gibt die Druckkostenzuschußverlage
Das sind die Verlage die auf ihren Homepages schreiben "Verlag sucht Autoren"
Damit werden verzweifelte Autoren angelockt, die bereits durch viele Absagen entmutigt und schon beinahe zu allem bereit sind, um ihr Buch endlich zu veröffentlichen. Sie loben jedes Manuskript und sie veröffentlichen jedes Manuskript. Meistens ohne jegliches Lektorat. Und sie kassieren vom Autor zwischen 5.000 bis 20.000 € für die Veröffentlichung eines Buches. Danach kann sich der Autor allein darum bemühen, die Bücher an den Leser zu bringen. Es ist die erstklassige Beerdigung einer Autorenkarriere, bevor sie richtig beginnt. Ein Buch, das einmal in einem solchen Verlag veröffentlicht wurde, bekommt keine zweite Chance und die Autoren haben es danach noch schwerer, bei einem anderen Verlag Erfolg zu haben. Diese sogenannten Verlage (für mich sind sie nur besonders teure Druckereien) sind in der Branche bekannt.
Ein seriöser Verlag sucht keine Autoren. Er bekommt deutlich mehr Mauskripte angeboten, als er realisieren kann.
Wie kommt ein Buch in den Handel?
Der Verlag informiert die Großhändler, mit denen er zusammenarbeitet über die Neuerscheinung eines Buches und liefert ihm alle Daten, wie auch das Cover, den Klappen- bzw. Buchrückentexte und eventuell auch Information über den Autor.
Die Buchhändler können über den Großhandel, aber auch direkt beim Verlag bestellen. Nicht alle Buchhandlungen haben Verträge mit Großhändlern, da dort Kosten entstehen. Umgekehrt nehmen auch nicht alle Großhändler jeden Buchhändler – übrigens auch nicht jeden Verlag – sie setzten Qualitätskriterien voraus und prüfen, was ein Verlag veröffentlicht. (Natürlich gibt es auch da Ausnahmen, es gibt Großhändler die alle nehmen und auch jedes Buch verkaufen. Sie bieten allerdings dem Verleger meistens die ungünstigsten Konditionen.
Außer den 50 % Großhändlerrabatt, haben sie Zahlungsziele von minimum 60 Tagen, ziehen dann noch Skonto ab. Oft bestellen sie die Bücher in Ministückzahlen, wodurch zusätzliche Kosten für Porto und Verpackungsmaterial entstehen.
Wenn man also von Buchpreisen zwischen 10 und 15 € 50 Prozent für den Handelsrabatt abzieht, außerdem die Kosten für Druck und Autorenhonorare, dann wird klar, wie viel, oder genauer wie wenig, der Verlag an einem Buch verdient, wenn es nicht gerade ein Bestseller ist.
Direktmarketing
So gehen auch Verlage immer mehr dazu über, die Bücher direkt zu vermarkten. Da bieten uns die neuen Medien inzwischen die gleichen Möglichkeiten wie den Großen. So hat auch der
C. M. Brendle Verlag einen eigenen Shop eingrichtet. Wir versenden ein Buch noch am selben Tag, also genau so schnell wie ein Großhändler und im Inland ebenfalls kostenlos.
Wie erfährt der Leser von einem Buch?
Das ist eine weitere wichtige Aufgabe des Verlags. Intensive Pressearbeit, das Versenden von Rezensionsexemplaren, dass die Bücher in den verschiedensten Medien besprochen und vorgestellt werden. Natürlich bieten auch hier die neuen Medien immer mehr interessante Möglichkeiten.
Ohne den Autor geht es nicht
Der beste Werbeträger ist jedoch der Autor selbst. Seine potentiellen Leser möchten ihn kennenlernen, den Kopf und Geist hinter einer Geschichte. Wenn ein Autor glaubt, mit dem Abliefern seines Manuskriptes ist seine Arbeit abgeschlossen, wird er als Autor nicht erfolgreich sein.
Auch die Schüler haben sich viel vorgenommen
Für den Herbst, wenn das Buch offiziell und in der endgültigen Form erscheint, sind vor allem Lesungen an verschiedenen Orten geplant. Vielleicht sind dann auch Autoren aus dem Buch dabei. Von diesen sind mir bereits weitere Manuskripte ins Haus geflattert.